Hygienebestimmungen, Fehlen im Fachpraktischen Unterricht § 20 SchUG

Sämtliche Informationen bezüglich Hygieneverordnung und Fehlen im Fachpraktischen Unterricht werden den Erziehungsberechtigen sowie Schülerinnen und Schülern nachweislich zur Kenntnis gebracht!

Lebensmittelhygiene

Rechtsgrundlagen

  • Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (2006)
  • Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene
  • Hygiene-Leitlinie für Großküchen etc. (Gutachten des ständigen Hygieneausschusses) – unter 11.1.(3), GZ: BMGF – 75220/0009-IV/B/10/2006)

Laut den Hygienerichtlinien (HACCP 1998) ist nur die vorgesehene Arbeitskleidung gestattet. Kunststoffnägel bzw. Nagellack sind nicht gestattet. Weiters sind ist im Bereich „Küche“ eine Kopfbedeckung zu tragen.

Personen mit infizierten Wunden, Hautinfektionen bzw. eiternden Wunden im Bereich der Hände, der Arme, des Halses und des Kopfes dürfen gemäß Lebensmittelhygieneverordnung Abschnitt VIII 2, Leitlinie für die Gemeinschaftsverpflegung Abschnitt VIII 10 nicht beschäftigt werden. Dazu zählen auch Schülerinnen und Schüler mit frisch gestochenen bzw. nicht abgeheilten, sichtbaren Piercings. Sie vom fachpraktischen Unterricht in der Küche und im Service auszuschließen. Probleme in Bezug auf die Beurteilung sind in diesem Fall nicht auszuschließen (siehe „Fehlen im Fachpraktischen Unterricht“). Das Tragen von Piercings im Fachpraktischen Unterricht ist nicht erlaubt. Ein Abkleben des Piercings ist unzulässig – es muss für den Zeitraum des Fachpraktischen Unterrichts entfernt werden.

Fehlen im Fachpraktischen Unterricht § 20, 4 SchUG:

Wenn ein Schüler/eine Schülerin an einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule im praktischen Unterricht mehr als das Achtfache der wöchentlichen Stundenzahl in einem Unterrichtsjahr ohne eigenes Verschulden versäumt, ist ihm/ihr Gelegenheit zu geben, die in diesem Pflichtgegenstand geforderten Kenntnisse und Fertigkeiten durch eine Prüfung nachzuweisen, sofern er/sie die Versäumnisse durch eine facheinschlägige praktische Tätigkeit nachgeholt hat.

Ist das Nachholen dieser praktischen Tätigkeit während des Unterrichtsjahres nicht möglich, so hat dies in Form einer vierwöchigen facheinschlägigen Ferialpraxis zu erfolgen; in diesem Fall kann die Prüfung zu Beginn des folgenden Schuljahres abgelegt werden.

Bei schuldhaftem Versäumnis des Unterrichtes im genannten Ausmaß oder bei Nichtablegen der Prüfung ist der Schüler/die Schülerin in diesem Pflichtgegenstand für die betreffende Schulstufe nicht zu beurteilen.

Wenn ein Schüler/eine Schülerin bereits die Hälfte des Achtfachen versäumt hat, werden die Erziehungsberechtigten von der unterrichtenden Lehrerin zu einem pädagogischen Gespräch eingeladen.